Ob als Käfer, Beetle, Fusca, Coccinelle oder Maggiolino – mehr als 21 Millionen Fahrzeuge dieses „Weltautos“ wurden auf allen Kontinenten gefertigt. Die Frühgeschichte der Automobilikone ist untrennbar mit dem Namen Ferdinand Porsche verknüpft, der vor 150 Jahren geboren wurde. In seinem Vortrag am Dienstag, 20. Januar 2026 um 18.00 Uhr zeichnet Dieter Landenberger, studierter Technikhistoriker und Leiter der Abteilung Volkswagen Heritage, die Entwicklungsgeschichte des Volkswagens nach. Diese verläuft alles andere als gradlinig, denn die Idee eines Autos für die breite Masse wird zunächst von den Nationalsozialisten als sozial-utopisches Propagandaprojekt missbraucht. Als zentrale Figur ist Ferdinand Porsche nicht nur für die Entwicklung des Volkswagens samt neuer Produktionsstätte verantwortlich, sondern steuert als Geschäftsführer der Volkswagenwerk GmbH auch die Umstellung auf Rüstungsproduktion unter systematischem Einsatz von Zwangsarbeit. Seine ursprüngliche Bestimmung ein „Wagen für das Volk“ zu sein, kann der VW Käfer erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfüllen. Nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes wird die Vision der Massenmotorisierung Ende 1945 unter Regie der britischen Besatzer Realität. Die Entscheidung eine zivile Produktion aufzubauen und den Volkswagen Typ 1 in Serie zu fertigen, wird zum Ausgangspunkt einer einmaligen Erfolgsgeschichte. Der Eintritt kostet 5,- € an der Abendkasse, Platzwahl ist frei, Einlass ab 17.30 Uhr.
Vortrag: Ferdinand Porsche und der Volkswagen.
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