Aktuell

Aktuell.

Was gibt es Neues aus dem AutoMuseum Volkswagen? Neue Exponate, aktuelle Entwicklungen, prominente Besucher: Wir halten Sie auf dem Laufenden.


Käfer des AutoMuseums Vorbild für Playmobil.

15. September bis 12. Oktober 2020. In Kooperation mit der Volkswagen Zubehör GmbH hat die Firma Playmobil aus dem fränkischen Zirndorf nun zwei Volkswagen-Modelle entwickelt: Einen VW-Bulli und einen 1960er Faltdach-Käfer, für den ein Exponat des AutoMuseum Volkswagen namens Charlotte Pate stand. Da ist es nur folgerichtig, dass Charlotte für die Vorstellung der beiden neuen Hingucker auf dem Nürnberger Messegelände Präsenz gezeigt hat. Die Veranstaltung war von Seiten Playmobil exklusiv für Fachpublikum und potentielle Händler organisiert worden. Diese zeigten sich sehr beeindruckt von der detaillierten und sehr am Original orientierten Umsetzung en minature. Hieran ist maßgeblich das AutoMuseum beteiligt , das in Kooperation mit den Kollegen von Zubehör so gut wie alle Modelle „genauestens unter die Lupe nimmt“ und nötige Änderungen beschreibt. Die beiden neuesten Kreationen aus dem Hause Playmobil lassen eigenes „Basteln“ durch Anschrauben der Räder und des Daches zu. Sie kommen pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Fachhandel und finden jetzt schon ein riesiges positives Echo.


TAS-Golf ausstellungsreif gemacht.

26. August 2020. Ein weithin unbekanntes Fahrzeug bereichert die Dauerausstellung des AutoMuseums– ein Golf J GL von 1982, der Anfang 2017 von Familie Jovic aus Bosnien-Herzegowina gespendet wurde. Das Auto wurde jahrzehntelang im harten Alltag genutzt und war entsprechend verschlissen. Erst die dem AutoMuseum verbundene Firma EDAG wagte sich dankenswerterweise an die Teilrestaurierung, wobei ganz bewusst viel Patina und zeitgenössisches Flair wie Ersatzkotflügel und Dachgepäckträger erhalten blieben. Der seinerzeit 246.071 Dinar (= 12.654,03 DM) teure Golf stammt aus der deutsch-jugoslawischen Joint-Venture-Fertigung im TAS-Werk Sarajevo. Dort wurden von 1972 bis zum vernichtenden Bürgerkrieg Volkswagen-Modelle wie der Käfer 1200 J, Golf I und Golf II, vor allem aber der bekannte Caddy-Pickup gefertigt.


Ein seltener Klassiker: Die Doppelkabine.

4. August 2020. Matador war wohl der erste Automobilhersteller, der eine Doppelkabine bereits zu Anfang der 1950er Jahre auf den Markt brachte. Bei Volkswagen sollte es bis zu dieser Errungenschaft noch bis 1958 dauern. Allerdings, Pionierarbeit leistete die Firma Binz in Lorch, die bereits 1953 auf dem Bulli-Fahrgestell eine Doppelkabine präsentierte. Sie unterschied sich vom späteren Serien-Modell durch eine breitere hintere Seitentür, deren Anschlag sich übrigens zur Ladefläche befand. Doch was machte ein paar Jahre später eingeführte Doka von Volkswagen so erfolgreich? Dank verkürzter Ladefläche konnte das Fahrerhäuschen vergrößert werden und bot bis zu sechs Personen Platz. Und wer doch mehr Ladefläche benötigte, ging zu spezialisierten Karosserie-Bauern, die diese verlängerten. Auch für unwegsames Gelände auf Baustellen gab es werkseitig kompetente Lösungen mit M+S-Reifen und Sperrdifferenzial. Ebenso gab es mit Plane und Spiegel Wetterschutz. Damit war das ideale Transport-Vehikel für Handwerk und Kommunen geschaffen, aus deren Bestand die Doppelkabine bis heute nicht mehr wegzudenken ist. Für die weltweite Fan-Gemeinde indes zählt, dass das Modell am Gesamtvolumen der gefertigten Bullis der ersten Generation gerade einmal einen Anteil von fünf Prozent hatte, von denen die meisten regelrecht während ihres jahrelangen Arbeitseinsatzes als Lastenesel verschlissen sind. Es ist also mehr als rar wie die Feuerwehr-Ausführung in der derzeitigen Sonderschau „Alleskönner.“ Dieses Exponat ist heute in Privatbesitz und aufwendig restauriert worden.


Klassiker in der Bulli-Schau: Der Hippie-Bus.

27. Juli 2020. Der Volkswagen Transporter oder besser Bulli wurde aus dem Stand heraus ein Star in seinem Segment. Neben den vielen Varianten, in denen das Unternehmen ihn anbot, gab es gerade in den 1960er Jahren zahlreiche private Umbauten seiner Art. Besonders hoben sich die vielen teils schrill bemalten Modelle ab. Sie zeugen bis heute vom entstehenden Hippie-Kult einer neuen unangepassten Generation junger Europäer und Amerikaner, die sich für Frieden und Freiheit vehement einsetzten. Mit ihren farbenfrohen Vehikeln folgten sie dem Hippie-Trail von Katmandu über Indien bis nach Goa. In der Sonderschau „Alleskönner“ wird das Kapitel der sog. Flower-Power-Kinder mit einer Leihgabe des belgischen Volkswagen-Importeurs, einem liebevoll restaurierten 1967er Camper mit Pril-Blumen-Dekor, aufgegriffen. Das mit modernen Mitteln am Computer kreierte Design wurde anschließend auf Folie gedruckt und aufgeklebt. Im hauseigenen Museum in Brüssel, der D’Iteren Gallery, ist das Exponat einer der beliebtesten Selfie-Points. Auch im AutoMuseum Volkswagen erfreut er sich bewunderter Blicke. Die Sammlung von D’Iteren ist für Gruppen auf Nachfrage zu besichtigen: Auch zahlreiche andere Hippie-Umwandlungen folgten weltweit – sowohl auf T1- als auch auf T2-Basis.


Kleinwagen-Schaudepot in Einbeck.

18. Juli 2020. Das überaus sehenswerte Automobil- und Motorradmuseum PS.SPEICHER mit insgesamt 2.500 Fahrzeugen in Einbeck - nahe Göttingen unweit der A7 - hat das erste seiner Fahrzeugdepots fürs Publikum geöffnet. Weitere Depots werden im Laufe des Sommers folgen. Das jetzt zur Besichtigung freigegebene zweigeschossige Haus ist nicht einfach ein Lager, sondern zeigt als Schaudepot liebevoll inszeniert und sachkundig kommentiert einen Querschnitt durch die Welt der Mikromobile. Ausgestellt sind rund 200 Kleinwagen (einschließlich einiger E-Mobile) sowie ein Saal voller Scheunenfunde. Gesammelt wurden die Fahrzeuge im Laufe von fünf Jahrzehnten von Museumsgründer Karl-Heinz Rehkopf. Sein PS.SPEICHER ist auch Leihgeber für einige Exponate der Sonderausstellung „Alleskönner“ im AutoMuseum Volkswagen. Buchungen für die begleiteten Besichtigungstouren durch das Kleinwagen-Depot unter: https://ps-speicher.regiondo.de/kategorien.


Krönung des Motorenbaus.

16. Juli 2020. Nach dem von der Fachwelt zustimmend aufgenommenen Technik-Buch des AutoMuseums über die Motoren der Übergangszeit vom Käfer zum Golf („Generationswechsel“) bereitet nun ein illustrer Kreis von Zeitzeugen das nächste Werk vor: Es geht um die damals Aufsehen erregenden Hightech-Benziner von Volkswagen, angefangen von den Mehrventilern und Einspritzern über die Aufladung bis zu den kompakten VR- und W-Motoren. Letzteres Kapitel nimmt mittlerweile Gestalt an, zumal die wesentlichen Entwicklungsschritte in Form von originalen Exponaten im Motoren-Kabinett des AutoMuseums zu betrachten sind. Dank der freundlichen Unterstützung des Freundeskreises und diverser Fachabteilungen wird hier spannendes Know-how der 1980er- bis 2000er-Jahre aufbereitet – vom allerersten RV6 mit 2,0 Liter Hubraum (die Umbenennung auf VR erfolgte erst beim 2,4-Liter) über verschiedene VR6-Diesel bis zum W16 und W18. Volkswagen schaffte so erfolgreich den Aufstieg in die Ober- und Luxusklasse. Sogar Motorsporteinsätze in der Formel 1 sind angepeilt worden. Das Werk soll im Laufe des Jahres 2021 erscheinen.


Vorbereitung der nächsten Sonderausstellung im vollen Gange.

6. Juli 2020. Ein sehr komplexes Thema hat sich das AutoMuseum für die nächste Sonderausstellung vorgenommen: die Allrad-Kompetenz von Volkswagen. Auch hier hat das Wolfsburger Unternehmen Hightech demokratisiert, werden doch diverse Modelle der Pkw- und Transporter-Baureihen der Marke Volkswagen mit dem traktionsfördernden Allradantrieb angeboten. Wobei längs- oder quereinbaute Motoren verschiedene Lösungen erfordern – Torsen findet sich im Längseinbau, Syncro und aktuell Haldex bei Autos mit Quermotoren. Momentan läuft – zusammen mit den Mitgliedern des Freundeskreises AutoMuseum – die Suche nach passenden Exponaten, wobei sich einige Komponenten sogar im museumseigenen Lager gefunden haben. Besonders vielfältig sind die Lösungen, die sich in den Transporter-Generationen II bis VI finden. Verblüffend auch aktuelle neue Erkenntnisse zum Syncro-System, das u.a. im fast vergessenen Biagini Passo eingesetzt wurde – hier vermittelten Zeitzeugen den Hintergrund. Die Sonderausstellung soll im ersten Halbjahr 2021 im AutoMuseum Volkswagen laufen und zeigt Fahrzeuge und Technikexponate der Marke Volkswagen.


Für Tüfftler: Die Puzzle im Shop des AutoMuseum.

29. Mai 2020. Puzzeln erfreut sich gerade einer wachsenden Beliebtheit. Möchten auch Sie diesem Trend folgen – ob an Sommertagen auf der Terrasse oder bei Schmuddelwetter in den eigenen vier Wänden? Dann empfehlen wir Ihnen unsere Puzzle mit Käfer und Bulli-Motiven. Die bunten Motive zusammenzusetzen stellt eine Herausforderung dar, die Spaß macht. Die 1000 teiligen Puzzeln mit vielen kleinen Motiven kosten 14,90 €, als Panorama-Puzzle 15,90 €. Bei Fragen zu den Artikeln oder für eine Bestellung senden Sie gern eine E-Mail an: info@automuseum-volkswagen.de. Wir versenden gern gegen Vorkasse und eine Portogebühr von 7,- € (deutschlandweit).


Shop: Attraktive Sommer-Angebote für draußen.

29. Mai 2020. Der Sommer steht vor der Tür. Für alle, die ihre Zeit gern im Freien verbringen, bietet der Shop des AutoMuseum Volkswagen zwei besondere Accessoires. Denken Sie an einen Ausflug mit der Familie ins Grüne? Dann bietet sich unsere Picknick-Decke aus hochwertigem weichen Flies mit Bulli-Motiv für eine Rast zwischendurch geradezu an. Der Klassiker, der in rot und blau zu haben ist, lässt das Herz des VW-Enthusiasten höher schlagen. Und praktisch ist die 200 x 150 cm große Decke obendrein mit ihrer beschichteten und abwischbaren Unterseite und der dazugehörigen Tasche zum Verstauen und Tragen. Und wer plant, ans Meer zu fahren oder einfach nur ins Freibad zu gehen, der sollte das flauschige Strandtuch mit dem T1-Motiv ebenfalls in der Tasche haben. Mit einer Größe von 160 x 90 cm lässt es sich darauf prima Sonnenbaden - zudem ist es ein echter Hingucker. Die Qualität aus 100 prozentiger Baumwolle überzeugt. Preise:

Picknick-Decke 37,- € - Strandtuch 29,90 €.

Bei Fragen zu den Artikeln oder für eine Bestellung senden Sie gern eine E-Mail an: info@automuseum-volkswagen.de. Wir versenden gegen Vorkasse und eine Portogebühr von 7,- € (deutschlandweit).


Der schnellste Diesel der Welt: Der ARVW.

8. Mai 2020. Mit 360 km/h fegte der silbergraue ARVW (Aerodynamik Research Volkswagen) 1980 über den Rundkurs im süditalienischen Nardo. Die schnellste Runde lag bei 362,07 km/h – seinerzeit ein Weltrekord, doch gar nicht Zielsetzung der Techniker und Ingenieure von Volkswagen, die sie mit dem Wagen verfolgten. Das Forschungsprojekt stellte die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs – damals schon ein gewichtiges Kriterium im Automobilbau – mittels einer aerodynamisch optimierten Karosserie in den Vordergrund: In wieweit lässt sich so der Luftwiderstandsbeiwert (cW) verringern und sich die Ergebnisse auf die Entwicklung der Serienmodelle übertragen? Der Richtwert lag dabei für Fahrzeuge dieser Art bei cW = 0,15, der ARVW erreicht vorbildliche cW = 0,11. Dabei galt es gleichzeitig, wesentliche Fahreigenschaften wie Richtungsstabilität und die Bewältigung von Antriebskräften zu gewährleisten. Ausgestattet war der ARVW mit einem Sechszylinder-Turbo-Dieselmotor mit Ladeluftkühlung durch Wasserverdunstung mit 175 PS und 2,4 Liter Hubraum. Hier wurde beispielsweise die Kühlung von Antriebseinheiten bei möglichst geringem Leistungsverlust erprobt. Bei Tempo 250 km/h verbrauchte der ARVW 6 l/100 km. Zwei dieser flachen Rundflundern wurden aufgebaut, der zweite steht im Autombilmuseum in Riga.


Aerodynamik-Spitzenreiter auf Käferbasis: Das Rovomobil.

1. Mai 2020. Im Jahr 1976 unternahm Eberhardt Scharnowski, Ingenieur und Professor an der Hochschule für industrielle Formgestaltung in Halle/Saale, die Jungfernfahrt mit seinem selbst konstruierten und gebauten Wagen, dem Rovomobil. Dem gingen drei Jahre private Entwicklungszeit mit seinem Kollegen Klaus Arndt und zwei Studenten voraus. Ziel war eine aerodynamisch vorteilhafte Karosserie aus Glasfaserkunststoff - ein aufwändiges Unterfangen, wie der Entstehungsprozess zeigt. Der „Unterbau“ basiert auf einem Käfer-Chassis von 1949. Zur Erleichterung des Design-Prozesses wurde ein Drehgestell gefertigt, das den Modellkörper für die spätere Form von allen Seiten gleichberechtigt bearbeiten ließ. Für das sogenannte Positiv wurden darin auf einem leichten, biege- und torsionssteifen Holzgestell in regelmäßigen Abständen 30 Millimeter starke Formspanten aus Schaum montiert. Um Nacharbeiten zu ermöglichen, umschloss eine von einem Drahtgitter eingerahmte, bis zwei Zentimeter starke Gipsschicht die Kanten der Schaumspanten. Das darauf „gegossene“ Negativ bestand aus GFK (hergestellt aus 100 kg Glastextilien, 200 kg Harz und 300 kg Braunkohlebriketts). Die Unterschale der Rovomobil-Karosserie wurde dann auf das modifiziertes Typ-1-Fahrgestell geschraubt. Die hintere Öffnung für Boxer-Motor und Getriebe blieb zum Boden hin offen. Anschließend begannen die Messungen des Luftwiderstands. In Ermangelung eines Windkanals erfolgten diese durch sogenannte Ausrollversuche, visualisiert durch fahrtwindbewegte Wollfäden. Errechnet wurde ein cW-Wert von 0,2 – ums Doppelte besser als beim Käfer (cW = 0,45). Mit der Grenzöffnung wurde Scharnowski bei Volkswagen vorstellig, um seinen im Alltagsverkehr genutzten Wagen professionell im Windkanal des Unternehmens zu testen. Der sichtbare, der Linie des Rovomobils angepasste Strömungsverlauf verdeutlicht noch einmal mehr die gute Aerodynamik des Wagens, der exakte Messwert liegt bei cW = 0,237. Damit zählte das Rovomobil damals zu den Spitzenreitern in puncto guter Aerodynamik im Automobilbau. 1990 – also vor 30 Jahren – spendete der 2017 verstorbene Wissenschaftler seinen Wagen dem AutoMuseum Volkswagen. Hier wird er als ingeniöse Pioniertat aufbewahrt – Seite an Seite mit der einstigen Negativform und diversen Konstruktionsunterlagen, welche Familie Scharnowski als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat


Yellow Speed - der Prototyp zu 100 Serienmodellen.

24. April 2020. Im Jahr 2005 erschienen der Golf yellow speed und der Golf orange speed in einer Kleinserie von jeweils 100 Fahrzeugen. Die brillant schimmernden Farben mit den klangvollen Namen „giallo midas“ und „arancio borealis“ stammen von Lamborghini und wurden in vier Schichten aufgetragen. Einer von drei Prototypen, ein Golf yellow speed, steht im AutoMuseum Volkswagen. Das Projekt wurde von der heutigen Volkswagen Akademie initiiert. Ausgewählte Auszubildende konnten hier erstmals ihre eigenen Ideen für die Veredelung eines Golfs einbringen und den Prozess von der Entwicklung bis zur Serienreife, über die Fertigung bis hin zur Vermarktung begleiten und umsetzen. Dabei griffen sie auf Details der sportlichen Golf Varianten zurück. Optisch wurde die Dynamik des Wagens aufgepeppt durch Komponenten des R32 wie der Abgasanlage mit mittig angeordnetem Doppelendrohr und kirschroten Rückleuchten. Auffallend sind zudem der chromverzierte glänzende Kühlergrill und Außenspiegel sowie der Heckspoiler und 18-Zoll-Leichtmetallräder. Aus ästhetischen Gründen hat man auf den Heckscheibenwischer verzichtet, ein Alleinstellungsmerkmal der Kleinserie. Im Innenraum finden sich zahlreiche Ausstattungen des Golf GTI in verfeinerter Art wieder wie die Sportsitze in Leder mit farblich passenden Ziernähten oder das Sportlenkrad, das einen besonderen Clou an Exclusivität aufweist: In die Lenkradspange ist der Modellname und die garantierte Stücknummer (1 von 100) eingraviert. Beim Museums-Exemplar aber steht dort „Vorserienmodell“, was ganz klar den Prototypen-Charakter unterstreicht. Von den beiden bestellbaren Motorausführungen ist er mit dem 2,0 Liter TDI-Motor mit 140 PS (103 kW) ausgestattet. Alternativ war der speed mit einem 2,0 Liter FSI-Aggregat und 150 PS (110 kW) erhältlich. Dass Golf yellow und orange speed sich bis heute großer Popularität erfreuen, zeigt die kleine, aber feine Fangemeinde, die ihre heute schon zum Klassiker gewordenen Fahrzeuge hegt und pflegt. Vor zwei Jahren hat sie das AutoMuseum Volkswagen besucht.


Lamborghini Chiron W12.

17. April 2020. Zwischen 1990 und 2001 hatte die italienische Edelschmiede den Diablo im Programm, der dem legendären Countach gefolgt war. Der schnittige Zweisitzer erhielt einen zirka 500 PS starken V12, der rund 6,0 Liter Hubraum hatte - damit schaffte er 320 km/h. Die aus Leichtmetall und Carbonfaserstoff bestehende Karosserie saß auf einem Rohrrahmen. 3000 Exemplare liefen vom Band. 1998 übernahm der Volkswagen Konzern den Sportwagenhersteller - und stellte zugunsten des Italieners die eigenständige Sportwagenentwicklung W12 ein. Auf Basis eines teilzerlegten Lambo Diablo, der zu Versuchszwecken nach Wolfsburg gelangt war, bauten sechs Mechatronik-Auszubildene um Trainer Niko Nikolitis dieses Unikat auf. Einen Konzernauftrag, geschweige denn die ernsthafte Idee, künftig den W12 zu Lamborghini zu bringen, gab es nie - hier handelt es sich um eine gutgemachte Fingerübung. Dass der Name Chiron viel später bei Bugatti verwendet werden würde, ist reiner Zufall. Kotflügel, Stoßfänger, Frontabdeckung, Interieur und Schalttafel entstanden neu, die Technik stammt von VW. Der W12-Motor, die 5Stufen-ZF-Automatik, Rückleuchten und Elektronik kamen vom Phaeton, der Golf steuerte Lenkrad und Antriebswellen für den Hinterradantrieb zu. Und der Passat CC spendierte die LED-Leuchten. Zahllose weitere Teile sind Eigenanfertigungen.


Motorenentwickler Franz Hauk gestorben. Ein Nachruf.

12. April 2020. Bis Anfang März lief im AutoMuseum die Sonderausstellung „Generationswechsel“, die den Umstieg von den luftgekühlten Boxern zu den wassergekühlten Reihenmotoren beschrieb. Verantwortlicher Techniker für den neuen Konzern-Einheitsmotor EA 827 (der in weiterentwickelter Form heute als EA 888 läuft) und den kleineren EA 801 (heute als EA 288 millionenfach und konzernweit verbaut) war Audi-Triebwerkschef Dipl.-Ing. Franz Hauk. Geboren wurde er am 18. Oktober 1925 in Neuburg an der Donau. Ursprünglich hatte er Lkw-Triebwerke bei Henschel und Mercedes konstruiert, bevor er im Oktober 1964 als Leiter der Motorkonstruktion bei Audi begann. Ab 1987 leitete er die Aggregateentwicklung des Gesamtkonzerns. Als erstes machte er den M118-Viertakter serienfertig, anschließend entwickelte er den EA 827. Dieser Motor ersetzte alle Parallelentwicklungen im neuetablierten Konzern. Franz Hauk, der das Wohlwollen der früheren Audi-Technikchefs Ludwig Kraus und Ferdinand Piech genoss, galt intern als kollegialer Typ. Der langjährige Motorenchef ging 1991 in den Ruhestand. Er starb am Ostersonntag in seiner bayerischen Heimat.


Seltene Leihgabe: Der Meyers Manx Buggy.

10. April 2020. Unter dem Motto „Spaß mit Volkswagen“ waren die Amerikaner sehr erfinderisch. So begann Ende der 1960er Jahre der Buggy-Kult, indem zunächst alte, zersägte Käfer zum Strandwagen umfunktioniert wurden. Doch schon bald traten ästhetische Aspekte in den Vordergrund wie die kalifornische Firma Meyers Manx als erstes zeigte und auf einem verkürzten Typ 1-Fahrgestell eine eigens gestylte Fun-Karosse aus Kunststoff setzte. Zahlreiche weitere Hersteller wie Empi, Apal oder auch Karmann folgten, denn der Hippie-Kult erfasste schon bald auch Europa und Deutschland. Der noch bis zum Sommer in der Dauerausstellung gezeigte Buggy ist ein frühes Exemplar des Ideengebers Meyers Manx, aufgebaut 1968. Die Leihgabe wurde aufwändig und, was die Karosserie betrifft, detailgetreu restauriert. So setzte der heutige Eigentümer für das Auftragen der Farbe (royal blue) auf das ursprünglich verwendete GelCoat (kein Lack). Technisch hebt der Wagen wie viele leicht getunte Buggys sich vom Käfer ab: Sein Boxermotor mit Doppelvergaser ist ca. 100 PS stark bei zwei Litern Hubraum. Die Instrumente stammen vom Porsche 911.


Karmann Legende Willi Schwebe ist gestorben.

9. April 2020. Wilhelm „Willi“ Schwebe, geboren am 26. November 1927, war Chefkonstrukteur bei der Wilhelm Karmann GmbH in Osnabrück. Dort wirkte er maßgeblich mit an der Konstruktion und Entwicklung des VW Karmann Ghia Typ 14, der von 1955 bis 1974 als Coupé und Cabriolet in einer Gesamtstückzahl von 443.482 die Produktionsbänder verließ. Der Ingenieur für Fahrzeugtechnik war auch für weitere Fahrzeuge wie den großen Typ 34 verantwortlich. In den 1970er Jahren kümmerte er sich um die Ganzstahlkarosserie des Typ 53 VW Scirocco, dem erfolgreichsten Sportcoupé bei Volkswagen. Bis zur Produktionseinstellung im Jahr 1981 sind 543.501 Stück bei Karmann gebaut worden. Nach seiner Pensionierung war Willi Schwebe ein gern gesehener Gastredner auf Karmann-Treffen. Hier ein Bild von einem Treffen mit der Scirocco-Liebhaberin Jasmin Keilhuhn (Foto: Mona Heppert) und, noch im vergangen Jahr nahm er am sogenannten Pfingstcruise eines Scirocco-Freundes im Osnabrücker Land teil. (Foto Maik Sonntag). Vor wenigen Jahren besuchte er auch die Stiftung AutoMuseum Volkswagen im Rahmen eines Karmann-Clubtreffens und gab während eines Rundgangs durch die Ausstellung einiges von seinem reichen Erfahrungsschatz als Konstrukteur preis. Am 9. April 2020 ist er in Georgsmarienhütte friedlich im Kreise seiner Familie eingeschlafen.


Amarok Competition - ein besonderes Einzelstück.

3. April 2020. Viele unserer Besucher haben ihn schon bestaunt: den Amarok Competition, ein Einzelstück, das 2015 in Kooperation mit der Firma Seikel entstand. Seikel ist seit Jahrzehnten Experte für die Entwicklung von Offroad-Komponenten für Volkswagen Nutzfahrzeuge. Da lag eine Zusammenarbeit der beiden Unternehmen, die übrigens schon seit den 1980er Jahren erfolgreich währt, nahe. Der Competition, eine Doppelkabinen-Version (liebevoll „Bunte Kuh“ genannt) ist 70 Millimeter höher als der Serien-Amarok. Die Rallye-Ausführung besitzt den renntypischen Überrollkäfig und verfügt über eine aufwändige Hinterachse, 17-Zoll-Räder und eine Spurverbreiterung. Seit 2010 wird der kleine Pick Up bereits produziert, zunächst in Argentinien - auf dem südamerikanischen Kontinent feierte er als Begleitfahrzeug bei der Rallye Dakar im gleichen Jahr auch sein Debüt. Seit 2012 wird der Wagen auch in Hannover gefertigt.


Neu im AutoMuseum - VW 412 LS Variant.

27. März 2020. Dank der großzügigen Spende des Erstbesitzers – des Schweizers Dr. Rolf von Moos – besitzt das AutoMuseum nun einen hervorragend erhaltenen VW 412 LS Variant. Der in Marinogelb lackierte Kombi verließ im April 1974 kurz vor Produktionseinstellung das Werk Salzgitter. Als Sonderausstattungen geordert worden sind die Zweikreis- und Handbremskontrolleuchte (M050) sowie die beheizte Heckscheibe (M102). Der 1,8-Liter-Flachmotor (Vergaser-Version) des Wagens leistet 85 PS – damals eine echte Ansage! Dank der zwei Kofferräume fasste er knapp zwei Kubikmeter Ladung, auch dies ein Rekordwert jener Zeit. Das Fahrzeug ist eine wunderbare Ergänzung der beiden 412 LE mit Einspritz-Motoren, die bereits im AutoMuseum eine neue Heimat gefunden haben.


Details zur Ausstellung – heute: virtueller Rundgang.

20. März 2020. Das AutoMuseum bleibt wegen der Corona-Krise vorerst leider geschlossen. Damit Sie, liebe verhinderte Besucher, dennoch einen Einblick in die Ausstellung bekommen, zeigen wir einige Details – weitere sollen folgen. Unser Partner „Driving Times“ hat einen Film zur Ausstellung gemacht. 

Klicken Sie hier: https://driving-times.com/2020/03/17/automuseum-wolfsburg-sonderausstellung-alleskoenner-70-jahre-bulli-republik-deutschland/ 
Und hier der Link zum Video auf dem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=8X-UzRDVy_I 

Dazu gibt’s hier noch einige Technikfotos zum Bulli T1 und seinen Wettbewerbern aus der Wirtschaftswunderzeit. Zu sehen sind die Bodenanlagen von T1, DKW Schnellaster und Tempo Matador. Gezeigt werden zudem der Bulli, der Tempo und der Goliath im Einsatz.


Ausstellungseröffnung zum Bullijubiläum.

12. März 2020. Vor 70 Jahren lief der erste VW Bulli von den Bändern im Wolfsburger Volkswagenwerk (erst sechs Jahre später lief die Produktion in Hannover an). Diesem Jubiläum widmet das AutoMuseum Volkswagen eine eigene Sonderschau zur frühen Produktgeschichte der leichten Nutzfahrzeuge. Die Generation T1 lief bis 1967 (gefolgt vom nicht minder kultigen T2). Zur Eröffnung der Sonderausstellung kamen rund 60 geladene Gäste, um die von unterschiedlichen Leihgebern zur Verfügung gestellten Exponate zu bewundern. Besonderheit der Ausstellung sind die sechs Transporter von Mitbewerbern wie Goliath, Lloyd, DKW und Tempo im Vergleich zum T1 von Volkswagen. Das Konzept kam beim Publikum bestens an. Nach kurzer Begrüßung und Einführung in die Bulli-Historie durch Museumsvorstand Eberhard Kittler gab Kurator Eckberth von Witzleben fast zu jedem ausgestellten Exemplar eine kleine Geschichte zum Besten. Und die anwesenden Leihgeber berichteten, wie und warum sie zu ihren Schätzen gekommen sind. Mit Fachsimpeln bei originaler VW Currywurst klang der Abend aus.


Chico und Futura als automobile Utopien in der Autostadt.

5. März 2020. Im Rahmen der Reihe „Was uns morgen bewegt.“ zeigt die Autostadt noch bis Anfang Mai 2020 automobile Utopien. Das AutoMuseum Volkswagen unterstützt dabei mit drei Exponaten: dem computergesteuerten, selbsteinparkenden Futura mit weiteren zukunftsweisenden Fahrassistenzhilfen, dem schon mit digitalem Navigationsgerät und mit Headup-Display ausgestatteten Chico – beide vor drei Jahrzehnten entstanden – sowie die Ein-Personen-Studie Nils von 2009. Nils ist ein Elektrofahrzeug, das zukunftsweisend für die Mikromobilität im urbanen Raum steht. Kuratorin Anne-Kathrin Winkler-Hans ließ es sich nicht nehmen, Eberhard Kittler und Susanne Wiersch von der Stiftung AutoMuseum Volkswagen persönlich in das Konzept der Ausstellung einzuführen, das mit der Präsentation des DeLorean beginnt. Dieser Klassiker dürfte einer ganzen Generation aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ noch bestens in Erinnerung sein. Ihn sowie sechs weitere Vehikel-Leinwand-Helden, die sprechen oder fliegen können, strahlt die Autostadt in voller Länge aus. Parallel dazu werden zahlreiche Film-Plakate mit den rollenden Stars auf vier Rädern (darunter "Herbie") gezeigt. Weitere Infos finden Sie auf www.autostadt.de


Schaudepots des PS.Speicher in Einbeck ab Juli geöffnet.

17. Februar 2020. Der PS.Speicher Einbeck, mit dem die Stiftung AutoMuseum bereits mehrfach erfolgreich kooperiert hat, plant in Kürze seine Besucher mit der Öffnung von vier seiner bestens mit Exponaten gefüllten Depots in der Einbecker Innenstadt zu überraschen. Damit setzen die PS.Speicher-Kollegen einen Trend, dem vermurlich andere folgen werden. Insgesamt 1200 Motorräder, 630 Pkw und Kleinstwagen (darunter eine sehenswerte Sektion an Volkswagen-Derivaten) sowie 200 Lkw, Busse und Traktoren fast aller Marken sollen ab Mitte Juli als Ergänzung zur Ausstellung im Haupthaus zu sehen sein. Es werden begleitete 90minütige Rundgänge angeboten. Über ein Reservierungssystem auf www.ps-speicher.de oder über die E-Mail entdeckung@ps-speicher.de können die jeweiligen Zugangstermine ("Zeitslots") in Kürze gebucht werden. Jedes Depot kostet zusätzlich 10 Euro Eintritt, was aber angesichts der gebotenen Fülle gerechtfertigt scheint - wie sich bei einer Vorabbesichtigung durch das Wolfsburger Team des AutoMuseums herausstellte.


Von Nachbarn lernen.

28. Januar 2020. Das Team des AutoMuseum Volkswagen besichtigt traditionell einmal im Jahr eine kulturelle oder museumsnahe Institution in Wolfsburg und in der Region. Dieses Jahr stand das Wolfsburger Science Center phaeno auf dem Programm. Nach einer rund dreiviertel-stündigen beeindruckenden Führung, die sich einführend auf die Architektur des von Zaha Hadid entworfenen Baus bezog, ging es an die Experimentierstationen. Dabei fiel auf, dass Wissenschaft und Kunst sowohl in der Fassade als auch der Innenraumgestaltung stets harmonieren. Besondere Aufmerksamkeit der Mitarbeiter des AutoMuseums erfuhren der neu in die Ausstellung gekommene Gleichgewichts-Tunnel und die Wärmebild-Leinwand. Auch wenn das phaeno in seiner Gesamtkonzeption nicht einem traditionellen Museum wie dem AutoMuseum gleicht, lädt ein solcher Besuch doch immer dazu ein, Ideen für das eigene Haus zu entdecken.


Neujahrsempfang 2020.

21. Januar 2020. Rund 90 geladene Gäste, darunter zwei Kuratoren der Stiftung, folgten der Einladung des AutoMuseum Volkswagen zum traditionellen Neujahrsempfang. Auch dieses Mal begrüßte Eberhard Kittler, Vorstand des Hauses, das Publikum mit einem besonderen „Ohrenschmaus“. Dazu wurde eigens die in der aktuellen Ducati-Ausstellung stehende Mike Hailwood Replika auf die Bühne geholt und gestartet. Der Sound des Motorrads dominierte alles. Anschließend vermittelte der Eigentümer der Ducati-Kollektion interessante Fakten zu den Maschinen und zum italienischen Kult-Hersteller. Dem folgte der durchaus beeindruckende Rückblick auf 2019 mit einer Rekordzahl von 26.358 Besuchern. Das vergangene Jahr war maßgeblich von der Aufbereitung der Motoren-Geschichte von Volkswagen von Mitte der 60er Jahre bis Anfang der 70er Jahre geprägt: Die derzeitige große Sonderschau „Generationswechsel.“ erzählt davon noch bis zum 1. März. Weitere Highlights des für manche verblüffend breit aufgestellten Museums waren Kunstschauen wie „Käferland Brasilien.“ und Konzerte wie das der Big Band von Volkswagen. Und genauso aktiv und vielseitig wie das alte Jahr zu Ende ging, wird es im neuen weitergehen – Ideen und Visionen gibt es genug. Dazu bedarf es erneut kräftiger Unterstützung der Freunde und Förderer. Zu nennen sind insbesondere die (privaten) Leihgeber, der weiter anwachsene Freundeskreis AutoMuseum und natürlich das tatkräftige und engagierte Team des Hauses selbst. Allen gilt ein herzlicher Dank.