Aktuell

Aktuell.

Was gibt es Neues aus dem AutoMuseum Volkswagen? Neue Exponate, aktuelle Entwicklungen, prominente Besucher: Wir halten Sie auf dem Laufenden.


Seltene Leihgabe: Der Meyers Manx Buggy.

10. April 2020. Unter dem Motto „Spaß mit Volkswagen“ waren die Amerikaner sehr erfinderisch. So begann Ende der 1960er Jahre der Buggy-Kult, indem zunächst alte, zersägte Käfer zum Strandwagen umfunktioniert wurden. Doch schon bald traten ästhetische Aspekte in den Vordergrund wie diekalifornische Firma Meyers Manx als erstes zeigte und auf einem verkürztes Typ 1-Fahrgestell eine eigens gestylte Fun-Karosse aus Kunststoff setzte. Zahlreiche weitere Hersteller wie Empi, Apal oder auch Karmann folgten, denn der Hippie-Kult erfasste schon bald auch Europa und Deutschland. Der noch bis zum Sommer in der Dauerausstellung gezeigte Buggy ist ein frühes Exemplar des Ideengebers Meyers Manx, aufgebaut 1968. Die Leihgabe wurde aufwändig und, was die Karosserie betrifft, detailgetreu restauriert. So setzte der heutige Eigentümer für das Auftragen der Farbe (royal blue) auf das ursprünglich verwendete GelCoat (kein Lack). Technisch hebt der Wagen wie viele leicht getunte Buggys sich vom Käfer ab: Sein Boxermotor mit Doppelvergaser ist ca. 100 PS stark bei zwei Litern Hubraum. Die Instrumente stammen vom Porsche 911.


Amarok Competition - ein besonderes Einzelstück.

3. April 2020. Viele unserer Besucher haben ihn schon bestaunt: den Amarok Competition, ein Einzelstück, das 2015 in Kooperation mit der Firma Seikel entstand. Seikel ist seit Jahrzehnten Experte für die Entwicklung von Offroad-Komponenten für Volkswagen Nutzfahrzeuge. Da lag eine Zusammenarbeit der beiden Unternehmen, die übrigens schon seit den 1980er Jahren erfolgreich währt, nahe. Der Competition, eine Doppelkabinen-Version (liebevoll „Bunte Kuh“ genannt) ist 70 Millimeter höher als der Serien-Amarok. Die Rallye-Ausführung besitzt den renntypischen Überrollkäfig und verfügt über eine aufwändige Hinterachse, 17-Zoll-Räder und eine Spurverbreiterung. Seit 2010 wird der kleine Pick Up bereits produziert, zunächst in Argentinien - auf dem südamerikanischen Kontinent feierte er als Begleitfahrzeug bei der Rallye Dakar im gleichen Jahr auch sein Debüt. Seit 2012 wird der Wagen auch in Hannover gefertigt.


Neu im AutoMuseum - VW 412 LS Variant.

27. März 2020. Dank der großzügigen Spende des Erstbesitzers – des Schweizers Dr. Rolf von Moos – besitzt das AutoMuseum nun einen hervorragend erhaltenen VW 412 LS Variant. Der in Marinogelb lackierte Kombi verließ im April 1974 kurz vor Produktionseinstellung das Werk Salzgitter. Als Sonderausstattungen geordert worden sind die Zweikreis- und Handbremskontrolleuchte (M050) sowie die beheizte Heckscheibe (M102). Der 1,8-Liter-Flachmotor (Vergaser-Version) des Wagens leistet 85 PS – damals eine echte Ansage! Dank der zwei Kofferräume fasste er knapp zwei Kubikmeter Ladung, auch dies ein Rekordwert jener Zeit. Das Fahrzeug ist eine wunderbare Ergänzung der beiden 412 LE mit Einspritz-Motoren, die bereits im AutoMuseum eine neue Heimat gefunden haben.


Details zur Ausstellung – heute: virtueller Rundgang.

20. März 2020. Das AutoMuseum bleibt wegen der Corona-Krise vorerst leider geschlossen. Damit Sie, liebe verhinderte Besucher, dennoch einen Einblick in die Ausstellung bekommen, zeigen wir einige Details – weitere sollen folgen. Unser Partner „Driving Times“ hat einen Film zur Ausstellung gemacht. 

Klicken Sie hier: https://driving-times.com/2020/03/17/automuseum-wolfsburg-sonderausstellung-alleskoenner-70-jahre-bulli-republik-deutschland/ 
Und hier der Link zum Video auf dem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=8X-UzRDVy_I 

Dazu gibt’s hier noch einige Technikfotos zum Bulli T1 und seinen Wettbewerbern aus der Wirtschaftswunderzeit. Zu sehen sind die Bodenanlagen von T1, DKW Schnellaster und Tempo Matador. Gezeigt werden zudem der Bulli, der Tempo und der Goliath im Einsatz.


Ausstellungseröffnung zum Bullijubiläum.

12. März 2020. Vor 70 Jahren lief der erste VW Bulli von den Bändern im Wolfsburger Volkswagenwerk (erst sechs Jahre später lief die Produktion in Hannover an). Diesem Jubiläum widmet das AutoMuseum Volkswagen eine eigene Sonderschau zur frühen Produktgeschichte der leichten Nutzfahrzeuge. Die Generation T1 lief bis 1967 (gefolgt vom nicht minder kultigen T2). Zur Eröffnung der Sonderausstellung kamen rund 60 geladene Gäste, um die von unterschiedlichen Leihgebern zur Verfügung gestellten Exponate zu bewundern. Besonderheit der Ausstellung sind die sechs Transporter von Mitbewerbern wie Goliath, Lloyd, DKW und Tempo im Vergleich zum T1 von Volkswagen. Das Konzept kam beim Publikum bestens an. Nach kurzer Begrüßung und Einführung in die Bulli-Historie durch Museumsvorstand Eberhard Kittler gab Kurator Eckberth von Witzleben fast zu jedem ausgestellten Exemplar eine kleine Geschichte zum Besten. Und die anwesenden Leihgeber berichteten, wie und warum sie zu ihren Schätzen gekommen sind. Mit Fachsimpeln bei originaler VW Currywurst klang der Abend aus.


Chico und Futura als automobile Utopien in der Autostadt.

5. März 2020. Im Rahmen der Reihe „Was uns morgen bewegt.“ zeigt die Autostadt noch bis Anfang Mai 2020 automobile Utopien. Das AutoMuseum Volkswagen unterstützt dabei mit drei Exponaten: dem computergesteuerten, selbsteinparkenden Futura mit weiteren zukunftsweisenden Fahrassistenzhilfen, dem schon mit digitalem Navigationsgerät und mit Headup-Display ausgestatteten Chico – beide vor drei Jahrzehnten entstanden – sowie die Ein-Personen-Studie Nils von 2009. Nils ist ein Elektrofahrzeug, das zukunftsweisend für die Mikromobilität im urbanen Raum steht. Kuratorin Anne-Kathrin Winkler-Hans ließ es sich nicht nehmen, Eberhard Kittler und Susanne Wiersch von der Stiftung AutoMuseum Volkswagen persönlich in das Konzept der Ausstellung einzuführen, das mit der Präsentation des DeLorean beginnt. Dieser Klassiker dürfte einer ganzen Generation aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ noch bestens in Erinnerung sein. Ihn sowie sechs weitere Vehikel-Leinwand-Helden, die sprechen oder fliegen können, strahlt die Autostadt in voller Länge aus. Parallel dazu werden zahlreiche Film-Plakate mit den rollenden Stars auf vier Rädern (darunter "Herbie") gezeigt. Weitere Infos finden Sie auf www.autostadt.de


Schaudepots des PS.Speicher in Einbeck ab Juli geöffnet.

17. Februar 2020. Der PS.Speicher Einbeck, mit dem die Stiftung AutoMuseum bereits mehrfach erfolgreich kooperiert hat, plant in Kürze seine Besucher mit der Öffnung von vier seiner bestens mit Exponaten gefüllten Depots in der Einbecker Innenstadt zu überraschen. Damit setzen die PS.Speicher-Kollegen einen Trend, dem vermurlich andere folgen werden. Insgesamt 1200 Motorräder, 630 Pkw und Kleinstwagen (darunter eine sehenswerte Sektion an Volkswagen-Derivaten) sowie 200 Lkw, Busse und Traktoren fast aller Marken sollen ab Mitte Juli als Ergänzung zur Ausstellung im Haupthaus zu sehen sein. Es werden begleitete 90minütige Rundgänge angeboten. Über ein Reservierungssystem auf www.ps-speicher.de oder über die E-Mail entdeckung@ps-speicher.de können die jeweiligen Zugangstermine ("Zeitslots") in Kürze gebucht werden. Jedes Depot kostet zusätzlich 10 Euro Eintritt, was aber angesichts der gebotenen Fülle gerechtfertigt scheint - wie sich bei einer Vorabbesichtigung durch das Wolfsburger Team des AutoMuseums herausstellte.


Von Nachbarn lernen.

28. Januar 2020. Das Team des AutoMuseum Volkswagen besichtigt traditionell einmal im Jahr eine kulturelle oder museumsnahe Institution in Wolfsburg und in der Region. Dieses Jahr stand das Wolfsburger Science Center phaeno auf dem Programm. Nach einer rund dreiviertel-stündigen beeindruckenden Führung, die sich einführend auf die Architektur des von Zaha Hadid entworfenen Baus bezog, ging es an die Experimentierstationen. Dabei fiel auf, dass Wissenschaft und Kunst sowohl in der Fassade als auch der Innenraumgestaltung stets harmonieren. Besondere Aufmerksamkeit der Mitarbeiter des AutoMuseums erfuhren der neu in die Ausstellung gekommene Gleichgewichts-Tunnel und die Wärmebild-Leinwand. Auch wenn das phaeno in seiner Gesamtkonzeption nicht einem traditionellen Museum wie dem AutoMuseum gleicht, lädt ein solcher Besuch doch immer dazu ein, Ideen für das eigene Haus zu entdecken.


Neujahrsempfang 2020.

21. Januar 2020. Rund 90 geladene Gäste, darunter zwei Kuratoren der Stiftung, folgten der Einladung des AutoMuseum Volkswagen zum traditionellen Neujahrsempfang. Auch dieses Mal begrüßte Eberhard Kittler, Vorstand des Hauses, das Publikum mit einem besonderen „Ohrenschmaus“. Dazu wurde eigens die in der aktuellen Ducati-Ausstellung stehende Mike Hailwood Replika auf die Bühne geholt und gestartet. Der Sound des Motorrads dominierte alles. Anschließend vermittelte der Eigentümer der Ducati-Kollektion interessante Fakten zu den Maschinen und zum italienischen Kult-Hersteller. Dem folgte der durchaus beeindruckende Rückblick auf 2019 mit einer Rekordzahl von 26.358 Besuchern. Das vergangene Jahr war maßgeblich von der Aufbereitung der Motoren-Geschichte von Volkswagen von Mitte der 60er Jahre bis Anfang der 70er Jahre geprägt: Die derzeitige große Sonderschau „Generationswechsel.“ erzählt davon noch bis zum 1. März. Weitere Highlights des für manche verblüffend breit aufgestellten Museums waren Kunstschauen wie „Käferland Brasilien.“ und Konzerte wie das der Big Band von Volkswagen. Und genauso aktiv und vielseitig wie das alte Jahr zu Ende ging, wird es im neuen weitergehen – Ideen und Visionen gibt es genug. Dazu bedarf es erneut kräftiger Unterstützung der Freunde und Förderer. Zu nennen sind insbesondere die (privaten) Leihgeber, der weiter anwachsene Freundeskreis AutoMuseum und natürlich das tatkräftige und engagierte Team des Hauses selbst. Allen gilt ein herzlicher Dank.